Seit 2002 erforsche ich, was Menschen ehrlich sein lässt und was nicht.

Und Wunderbesonders: Was ich selbst brauche – in mir – um so wahrhaftig sein und leben zu können, wie ich es mir zutiefst ersehne. Ganz ich selbst sein. Ohne Maske. Öffentlich sichtbar. Mit allem, was ich bin.

Zusammen mit anderen Menschen, die auch ganz sie selbst sind. Ehrlich. Lebendig.

Joyful Together.

Warum lügen wir Menschen eigentlich so viel?

Ich glaube, weil wir bestimmen wollen.

Wir wollen entweder dringend gewünschte Ergebnisse erzielen: z.B. gemocht werden, einen Job bekommen, für attraktiv gehalten werden, dazu gehören, geachtet werden… ODER wir wollen unbedingt ungewünschte Konsequenzen vermeiden: einen Auftrag verlieren, ausgelacht werden, von Kollegen nicht mehr respektiert werden, usw.

Deshalb manipulieren / kontrollieren wir: andere Menschen und ganz besonders – uns selbst.verschlossen

Alle möglichen Varianten des Manipulierens und Kontrollierens hab ich selbst angewendet in diesem Leben. Und hab gelernt: Es brachte mich letztlich immer in eine Sackgasse. Nie erreichte ich dadurch die Lebensqualität, die mich wirklich glücklich machte.

Warum wollen wir bestimmen?

Weil wir glauben, dass wir mit vollkommener Ehrlichkeit nicht das bekommen, was wir brauchen / uns wünschen.

Ob es daran liegt, wie unsere Gesellschaft und die Erziehung funktioniert: „Das kannst du doch nicht sagen.“ „Mach ein freundliches Gesicht.“ „Sei stark.“ „Tu so als könntest du das.“

Oder ob es daran liegt, dass wir nicht wissen, wo unsere wahre Kraft liegt?

Wahrscheinlich an beidem und noch vielem mehr.

Andererseits: Wann immer ich mutig war, ehrlich, berührbar, verletzlich, offen und selbstverantwortlich – dann öffneten sich mir Türen, die es vorher nicht gab. Durch die Mitwirkung anderer Menschen.

Wenn ich ihnen vertraute, brachte es das Schönste in ihnen zum Vorschein.

einfachgutfueralleSo bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Ehrlichkeit und Vertrauen zentrale Schlüssel sind zum glücklich sein. Und wesentliche Schlüssel für die Entwicklung der Menschheit insgesamt – hin zu einem wertschätzenden Miteinander.

Hier eine Einladung: Probier doch mal aus, bei nächster Gelegenheit ein bisschen ehrlicher zu sein als üblich. Bei etwas, wo du sonst ein kleines bisschen gemogelt hättest. Übertrieben – untertrieben – vermieden – was man halt so alltäglich macht…

Wie fühlt es sich an, das nicht zu tun?

Unbehaglich? Wahrscheinlich – ist ja eine Überwindung.

Doch danach: Welchen Effekt hat ehrlich sein auf die Selbstwertschätzung?
Und auf die Wertschätzung des anderen, den man nicht beschwindelt hat?